Animal-Print zu Hause

Wer nach Einrichtungs- und Dekoideen sucht, die wohl nie aus der Mode kommen werden, macht mit Tiermotiven und -prints garantiert nichts falsch. Denn sie sind nicht nur stylisch, sondern können auch in verschiedenen Einrichtungsstilen eingesetzt werden, um einen interessanten Hingucker zu schaffen. Ob rustikal, modern, glamourös, feminin oder Art Deco spielt also keine Rolle. Nichtsdestotrotz sollte mit den Prints nicht übertrieben werden, denn aufgrund des aufwändigen Musters kann es schnell zu viel des Guten werden. Wir haben Ihnen einige Ideen, in welcher Form Sie Animal Print einsetzen können, zusammengestellt und zeigen Ihnen dazu auch einige Einrichtungsbeispiele.

Elegant wie ein Leopard

Animal Prints sind gefährlich wirkungsvolle Dekoelemente – und Leopardenflecken ein Klassiker, der jetzt ganz sophisticated auftritt.

Klammheimlich hat sich das Leopardenmuster in unsere Stilwelten zurückgeschlichen. Gut, ganz weg war es nie – aber lange nicht so da und sophisticated wie jetzt. Schuhe mit Leo-Muster, Fake-Fur-Mäntel all überall, ob bei Isabel Marant, Saint Laurent oder Michael Kors. Und in der Wohnung? Auch da lohnt es sich, ein bisschen auf die Wild Side zu spähen. Denn richtig eingesetzt hat der Leo-Look nichts von einem billigen Rotlichtetablissement der Eighties. Sondern ganz viel von Avantgarde und Mut.

Animal-Print für Ihre Wohnung


1. Wandbilder im Animal-Look

Ein bisschen „Grrr“ für Ihre Wand? Na, wie wäre es dann mit einem ausdrucksstarken Foto? Da lässt sich schon mal von der nächsten Reise nach Afrika träumen.

2. Teppiche mit Animal Print

Vielleicht haben Sie ihn sogar schon in Ihrem Wohnzimmer liegen – den Kuhfellteppich. Neu im Sortiment: Zebra- und Schlangenprint. Sieht gefährlich aus, ist aber ganz weich. Der Teppich ist ein wichtiges Wohnaccessoire, der in so gut wie keiner Einrichtung fehlt. Und da es heutzutage Modelle in den verschiedensten Farben und mit den unterschiedlichsten Mustern gibt, ist auch klar, dass Tiermotive und -muster nicht fehlen. Schmücken Sie den Raum lediglich mit einem solchen Accessoire, besteht auch nicht die Gefahr, es zu übertreiben. Sie schaffen sogar ganz im Gegenteil einen angenehmen Akzent und Hingucker, der einen beliebigen Bereich hervorheben kann.

3. Kissenhüllen mit Zebramuster

Warum das Sofa nicht mal mit ein paar neuen Kissen dekorieren? Das ist schnell gemacht und Sie können die Bezüge einfach über Ihre alten Kissen ziehen. Sie sind eine weitere Möglichkeit der Dekoration, bei der Sie dezent und stilvoll vorgehen können. Außerdem sind diese Accessoires im Vergleich zu den anderen sehr günstig und können jederzeit ausgewechselt werden, falls Sie die Tiermuster doch eines Tages überhaben.

4. Tapetenmuster mit Animal Print

Nicht weniger gewagt: Ein von wilden Tieren inspirierter Alloverprint (eine Vintage-Tapete). Die Reduktion auf ein immer wiederkehrendes Motiv aber macht sie zu einem sehr grafischen Muster – fast schon ein Kunstwerk. An der Wand wirkt Animal Print besonders eindrucksvoll. Eine Tapete mit Tiermotiv ist ein echter Eyecatcher in jeder Wohnung. Gerade eine kahle Wand kann mit einer originellen Tapete aufgepeppt werden und einem Raum eine einzigartige Atmosphäre verleihen. Vor allem kleinere Räume wie Flure, WC’s, Schminkräume oder begehbare Kleiderschränke sind hierfür sehr gut geeignet.

Wichtig: In diesem Fall sollte man sich an das Motto weniger ist mehr halten und am besten nur eine prominente Wand mit der tierischen Tapete in Szene setzen.

5. Dezent gemustert

Das Muster darf auch Ton in Ton daherkommen! Wenn dies der Fall ist kann der Rest knallen. Der schwarz-weiß geflieste Boden zum Beispiel oder die gemusterte Tapete. Wunderbar exzentrisch!









6. Leoparden aus Porzellan

Typisch Art Déco, typisch Roaring Twenties. Ein Accessoire, das heute nur mit Bedacht gekauft werden sollte. Es braucht eine avantgardistische, etwas roughe, absolut durchdachte Raumgestaltung, in der die Figur den nachlässigen, abgegriffenen Glanz der Bohème abstrahlen kann. Sonst wirkt ein Porzellanleopard gefährlich schnell – arg russisch (Leofigur plus weißer Marmor plus Leder, Chrom und goldglänzende Wasserhähne!).









7. Neu und alt

Antike Stühle brauchen häufig eine neue Polsterung. Warum also, statt zu klassisch gestreiftem Damast oder einfarbigem Samt, nicht einmal zu einem Animal Print greifen? Das Holz und die klassische Form bändigen das wilde Muster. Grundsätzlich sind Leo, Tiger und Konsorten mit ihrer Optik ohnehin deutlich dezenter ins Interior integrierbar, wenn man sie in ihren Ursprungsfarben beibehält.

Hollywood, Cartier und Tarzan

In den zwanziger, dreißiger und vierziger Jahren hatte übrigens auch das Leo-Muster einen großen Auftritt – damals wurde tatsächlich noch oft echtes Fell eingesetzt. Oder gar die quicklebendige Variante: Leoparden wurden zuweilen als Haustiere gehalten und insbesondere von Hollywood-Diven wie Marian Nixon elegant an der Leine geführt.

Auch der legendäre schwarze Panther von Cartier – der tatsächlich ein dunkler Leopard, ein sogenannter Schwärzling, ist – wurde in etwa zu jener Zeit eingeführt, genauer: im Jahre 1914. Seitdem wird das „Wappentier“ in immer neuen Schmuckentwürfen gefeiert.

Ach ja, die „Tarzan“-Filme der dreißiger Jahre taten der neuen Leo-Popularität auch keinen Abbruch. Johnny Weissmüller und Maureen O’Sullivan sahen im Fell einfach zu gut aus.

Leoparden-Print

Hier schwingt immer die Assoziation an ein sehr elegantes, geschmeidiges Tier mit. Auch deswegen ist das Leo-Muster über Dekaden hinweg ein Dauerbrenner. Nutzt man das Muster – ob in der Kleidung oder der Wohnung – macht es aber vor allem eines: Fröhlich. Vielleicht einfach deshalb, weil man sich getraut hat. Und ebenso fröhlich, mutig und ungezwungen sollte man den Leo-Print kombinieren – wenn man mag, kann man ihn auch dezent einsetzten. Richtig harmlos macht ihn das aber auch nicht.
Vergessen Sie nie: Leoparden sind wilde Tiere. Man muss mit ihnen sehr vorsichtig sein.